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Verdauungssystem des PferdesDas Verdauungssystem des Pferdes ist als ehemaliger Steppenbewohner darauf ausgerichtet, große Mengen ergiearmes, rohfaserreiches Raufutter aufzunehmen. Die heutige Pferdehaltung bringt viele Einschränkungen für die natürliche Futteraufnahme der Pferde mit sich. Durch die größtenteils zu findende Boxenhaltung mit nur stundenweisem Weidegang nehmen die Pferde ihre Nahrung nicht mehr kontinuierlich in kleinen Portionen auf, sondern meist in drei großen Portionen. Dennoch muss dem verhältnismäßig kleinen Magen und großen Darmabschnitt immer noch Rechnung getragen werden. Um zu verstehen, wie die Verdauungsphysiologie der Pferde abläuft, möchten wir hier einen kleinen Einblick in die Verdauungsabläufe geben.Der Verdauungskanal des Pferdes kann grob in drei Abschnitte eingeteilt werden: 1. Magen 2. Dünndarm 3. Dickdarm Magen: Der Magen von Pferden ist im Verhältnis sehr klein und auf stetige Futteraufnahme eingestellt. Die Verdauung ist durch Zusammenwirken von Enzymen aus dem Futter, Mikrorganismen und körpereigenen Substraten geregelt. Außerdem werden durch die Magensäure unerwünschte Mikroorganismen, die mit dem Futter in das Pferd gelangen, abgetütet. Dünndarm: Im Dünndarm spalten Verdauungsenzyme Kohlenhydrate, Eiweise und Fette. Hier wird also die größte Menge des Kraftfutters verdaut. Die Darmbewegung dient dem Weitertransport und der Durchmischung des stark wässrigen Inhaltes. Der Großteil der Energie wird aus diesen Nährstoffen gewonnen. Dickdarm: Er wird auch als Gärkammer des Pferdes bezeichnet. Hier zersetzen Bakterien leicht und schwer abbaubare Kohlenhydrate bzw. Rohfaser. Das Futter bleibt bid zu 3 Tagen im Dickdarm, bis dann unverdauliche Reste ausgeschieden werden. |
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